Ich male für mich. Der Prozess interessiert mich. sozusagen therapeutisch. Wenn es anderen gefällt, ist das schön, aber nicht mein Antrieb. Es ist wie ein Spiegel, in den ich schaue und
etwas spannendes entdecke. Mit einem Thema spielen, Variationen ausprobieren. Es hat sich viel angesammelt. Diese Website hat mich veranlasst alles anzusehen, auszusortieren und zu ordnen. Und
nun? Loslassen.
Zur Malerei
Drucken ist ganz anders, als zu malen. Es ist gut, um zu vervielfältigen. Das ist aber nicht mein Anliegen. Also habe ich den Zufall mit ins Boot geholt.
Überraschende und schnelle Ergebnisse sind reizvoll, spielen mit verschiedenen Untergründen, Farben und Motiven. Es ist ein schneller Spaß. Die Perfektion, die Wiederholung - Vervielfältigung
interessiert mich dabei nicht.
Zum Druck
Ausgehend von einer Zeichnung oder einem Foto, als Aquarell oder mit Acryl, wen habe ich vor mir? Kenne ich diesen Ausdruck, dieses Gefühl? Wie kann ich das mit Farbe unterstützen, lebendig
machen. Traurig, listig, verträumt und vieles mehr. Was passiert, wenn ich andere Farben wähle, wenn ich anfange zu spielen...
Zu den Portraits
Mit Materialien experimentieren. Matschen, drucken, quetschen, laufen lassen, alles ist erlaubt. Den Kaffee übers Papier schütten und ein bisschen Öl dazu? Ach, Pigmente habe ich auch noch auf
dem Teller...
Zu den Zufallsbildern
Wahrnehmung, genau hinsehen. Hell und dunkel, Licht und Schatten, Kontraste, die mich neugierig machen. Perspektive, ein anderer Blickwinkel. Was spricht mich an? Was kann ich lernen? In der
Zeichnung bin ich zuhause, fühle ich mich sicher und dann wird es auch schon langweilig. Die Zeichnung ist Ausgangspunkt für etwas neues. Ich erlaube mir sie zu verwandeln. Ich versuche
herauszufinden, was ist wesentlich, was kann ich weglassen. Was will ich ausdrücken? Loslassen von Vorstellungen, was schön ist.
Zur Zeichnung
Das Aktzeichnen war und ist für mich eine Offenbarung. In der Fläche bleiben und auf alles, was nicht wichtig ist verzichten, weil die Zeit gleich um ist. Die Konzentration ist enorm, nach
einer Stunde völlig erledigt und erfüllt. Die Intensität des Erlebens ist mit Hochleistungssport zu vergleichen. Körperausdruck ist meine Welt.
Zu den Akten
Der Kuckuck, der sich auf Kosten anderer durchfüttern lässt und die rechtmäßigen Nachkommen aus dem Nest wirft. Dreist, unerhört! Der weiße Vogel, der im Urlaub Frühstücksgast war und mit Eleganz die Blicke auf sich gezogen hat, so dass der Käse gerne abgegeben wurde.
Spielarten der Natur den Tieren abgeguckt. Wir haben all das als Möglichkeiten in uns. Fühlen wir mal rein, bevor wir werten...
Formen durch hinzufügen oder wegnehmen. Ton, Holz, Stein. Sich herantasten an ein unbekanntes Material, Werkzeuggebrauch. Eigenschaften kennen lernen, scheitern, aufgeben und immer wieder neu
entdecken. Sich Herausforderungen stellen und irgendwann die Frage: und wohin damit? Egal.
Zu den Objekten